Eine Woche ohne Smartphone

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Mein iPhone musste für eine Woche zur Reparatur. Ich war auf mein Ersatzhandy angewiesen – ein altes Modell ohne Internetfunktion und ohne Apps. Es war eine ungewohnte Situation, in einem Zeitalter, in dem die Menschen dauerhaft erreichbar und überall online sind.

Der erste Tag war problematisch. Normalerweise beschäftigte ich mich gerne in S-Bahn oder Bus mit meinem Smartphone, um zum Beispiel meine Facebook-Nachrichten zu überprüfen. In Pausen schaute ich gerne meine E-Mails nach und überprüfte die Twitter-Meldungen. Ohne diese Möglichkeit fühlte ich mich schlecht informiert.

Aber muss dieser ständige, kurze Blick auf das Handy eigentlich sein? Diese Frage habe ich mir nach den ersten drei Tagen gestellt. Oftmals lenken wir uns schließlich damit von anderen, als langweilig empfundenen Dingen, ab. Doch wer im Café sitzt und einfach mal aus den Fenstern schaut wird feststellen, dass das völlig reicht. In diesem Moment brauche ich keine Statusmeldung eines Bekannten, in der mir von dem Geschmack des Mittagessens berichtet wird.

Doch in anderen Situationen kann ein Smartphone wiederum auch sehr nützlich sein. Und dann ist man froh, wenn man gerade eins zur Hand hat. Zu dieser Erkenntnis kam ich am sechsten Tag. Ich hatte eine Autopanne und wollte direkt zur nächsten Werkstatt fahren. Eine Telefonnummer hatte ich nicht parat, Bekannte von mir habe ich nicht erreicht. Ich wusste: Wenn ich jetzt dieses iPhone bei mir gehabt hätte, wäre einiges einfacher gelaufen. Und genau darum geht es ja bei den ganzen Smartphones: Uns den Alltag zu vereinfachen.

Nach sieben Tagen hatte ich mein iPhone wieder. Mein Nutzungsverhalten hat sich seitdem ein wenig verändert.

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Zwischen Humor und Gefühl

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„The word is not enough“ – Poetry Slam vom 17. April im Blue Shell

Für beste lyrische Unterhaltung sorgte die April-Ausgabe vom TWINE – Poetry Slam in Köln. Im Lokal Blue Shell versuchten acht Autoren durch ihre Texte das Publikum von sich zu überzeugen. Am Ende gewann ein alter Hase der Slam-Szene.

Der Gastgeber erklärt die Regeln

In seinem typischen Outfit mit Anzug und Fliege erklärte Moderator Alexander Bach vor Beginn der Veranstaltung die Spielregeln: In drei Runden wird der Poetry Slam ausgetragen. Er beginnt in der Vorrunde mit acht Teilnehmern. Dann folgt ein Halbfinale mit vier und anschließend ein Finale mit zwei Teilnehmern. Jeder Slammer hat pro Runde fünf Minuten Zeit, die Punkte werden vom Publikum durch Stimmkarten vergeben. Auf Musik und Gesang muss verzichtet werden.

Den Anfang macht ein Franzose

Nach kurzer Vorstellungsrunde begann Maras, ein französischer Slam Poet aus Bordeaux mit seinem Vortrag. Die Lust an der deutschen Sprache habe er durch deutsche Rap Musik bekommen. „Für den Wortschatz war es vielleicht nicht die beste Lösung“, sagte er lachend. Seine Geschichte war ein launiger Auftakt und machte neugierig auf die anderen Kandidaten. Dazu gehörte Annika Blanke, die mit ihrem Vortrag „Angst vor Gedichten“ eine Runde weiter kam, ebenso wie der seit 2003 als Slammer aktive Michael Jakob, der mit seinen Comedy-Einlagen die Lacher auf seiner Seite hatte. Isabella Heller überzeugte mit Gefühlen in ihrem Text „Monolog mit dir“. Bei dem im Vergleich zu den anderen Teilnehmern deutlich jüngeren Fabian Köster war von „Newcomer-Bonus “ keine Rede: Mit seinen 15 Jahren stand er selbstbewusst auf der Bühne und beschrieb poetisch seine Lebensziele.

„Meine Haare, Justin Bieber und ich“

Der Schüler feierte bereits seinen sechsten Einsatz in drei Jahren beim TWINE – Poetry Slam. Er moderiert zudem regelmäßig den “Büchner lebt!”-Slam im Georg-Büchner Gymnasium in Köln-Weiden. Im Halbfinale erklärte er, warum Mädchen in seinem Alter ihn immer mit Justin Bieber verwechseln und welche Probleme ihm das bereitet. Unter dem Titel „Meine Haare, Justin Bieber und ich“ überzeugte er das amüsierte Publikum einmal mehr und zog in das Finale ein.

Am Ende gewinnt die Comedy

Neben Fabian Köster bestritt der erfahrene Michael Jakob das Finale. Der 33-Jährige lief noch einmal zur Hochform auf, als er den Zuschauern mit einer großen Portion Humor darüber erzählte, wie es wäre, heutzutage Jesus zu sein. Fabian Köster ließ es mit seinem Text über „Zeiten des Verstands“ etwas nachdenklicher und philosophischer angehen. Am Ende gewann Michael Jakob mit 75 zu 25 Stimmen. Moderator Bach empfahl anschließend noch Jakobs Buch Peace, welches eine Sammlung seiner Texte beinhaltet und ließ die Gäste kräftig für den Gewinner des Abends applaudieren.

 
Erschienen am 27.04.2011 auf campus-web.de – Online-Magazin
http://www.campus-web.de/9/5119/11439/
Bild: Christian Rüß
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Canon Powershot SX30 IS

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Mit meiner neuen Kamera von Canon habe ich in den letzten Wochen einige Aufnahmen gemacht. Besonderes Merkmal der Canon Powershot SX30 IS: Ein Ultraweitwinkelobjektiv mit 35fach optischem Zoom.

Hier die ersten zwei Beispiele:

Brücke zum Rhein

Rhein

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Ein Spiel im Camp Nou

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Auf „El Clásico“ freuen sich heute Abend wieder Millionen Fußballfans. Der FC Barcelona, erfolgreichste Fußballmannschaft Europas, spielt gegen den spanischen Rekordmeister Real Madrid (Anstoß 21 Uhr). 100.000 Fans bieten dabei im ausverkauften „Camp Nou“ eine beeindruckende Kulisse.

Die Gelegenheit, einige der besten Spieler der Welt wie Messi, Xavi oder Iniesta in diesem Stadion einmal live zu sehen, hatte ich im September. Mein Kumpel Bene und ich waren auf unserer Reise in Barcelona unterwegs und wir hörten vom Spiel, das am gleichen Abend stattfand. „Barca“ spielte in der Champions League-Vorrunde gegen Panathinaikos Athen. „Jetzt sind wir einmal hier – dann nutzen wir diese Gelegenheit und schauen uns das an“, dachten wir uns. Die günstigsten Karten gab es für 34€, unsere Plätze waren im Block 543, Reihe 29, Platz 2 und 3. Das ist direkt hinter dem Tor und so weit oben, dass man die Spieler gerade noch erkennen kann. Doch daran haben wir uns nicht wirklich gestört.

Stadion Camp Nou

Vielmehr gab es beim Besuch dieses Stadions einige Momente, die wir so schnell nicht vergessen. Zum Beispiel den Moment, wenn man zum ersten Mal die Tribüne im größten Stadion Europas betritt und die Zuschauermasse sieht. Oder wenn die Hymne der „Barca“-Fans gespielt wird anschließend bei Toren von Lionel Messi ein Jubelorkan ausbricht.

Interessant war es ebenfalls zu beobachten, wie spanische Fans das Spiel ihrer Mannschaft verfolgen. Es gab zum Beispiel wenig Fangesang. Auf den oberen Tribünen hatten viele Zuschauer ein kleines Radiogerät mit, um einen Audio-Kommentar des Spiels zu hören. Nach dem Spiel verließen die Fans sehr schnell das „Camp Nou“, doch stattdessen feierten sie noch lange auf den Straßen das 5:1 gegen den griechischen Erstligisten – und wir feierten mit.

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